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22. September 2017 – Bericht im Volksblatt zum Event «Braucht Liechtenstein eine Quote?»

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21. September 2017 – Interview von Radio L mit Corina Vogt Beck

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Mitschnitt Zur Sache HoiQuote.MP3
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21. September 2017 – Medienmitteilung: Braucht Liechtenstein eine Quote?

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Medienmitteilung Event 21.9.2017.pdf
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Zita Küng.pdf
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Regula Stämpfli.pdf
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19. September 2017 – Interview von FL1 TV mit Amos Kaufmann und Jnes Rampone-Wanger

12. September 2017 – Medienmitteilung: Petition an Landtag – Wann wird 20 Jahre alter Regierungsentscheid endlich umgesetzt?

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Medienmitteilung Petition 12.9.2017.pdf
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27. Juni 2017  – Medienmitteilung: Vereine informieren UNO-Menschenrechtsausschuss

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Medienmitteilung 28.6.2017.pdf
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Bericht
Report_CCPR_Verein HoiQuote D_20170605 D
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25 Mai 2017 – Interview mit Corina Vogt-Beck und Eva-Maria Schädler im Weiss Magazin

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Interview mit Corina Vogt-Beck und Eva-Maria Schädler im WEISS
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2. April 2017  – Interview mit Corina Vogt-Beck im TV Ostschweiz

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Beitrag TVO
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30. März 2017 – Statement von Corina Vogt-Beck im ORF

25. März 2017 – Interviews mit Hoi Quote in Vaterland und Volksblatt

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Interview mit Katrin Hasler im Liechtensteiner Vaterland
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Interview mit Karin Jenny im Liechtensteiner Volksblatt
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24. März 2017 – Stellungnahmen der Parteien

 

Was waren die Gründe für das schlechte Abschneiden der Frauen bei den Landtagswahlen 2017? Wir haben alle Parteivorsitzenden angefragt, uns im Sinne einer guten Zusammenarbeit die folgenden Fragen zu beantworten:

 

1. Haben Sie Mühe, überhaupt Frauen zu finden, die für Ihre Partei kandidieren?

Thomas Banzer, FBP

Ja, die Suche gestaltet sich jeweils sehr anspruchsvoll .   

Günther Fritz, VU

Es ist generell nicht einfach, Kandidaten zu motivieren, sich um ein politisches Mandat zu bewerben. Und bei den Frauen ist es noch schwieriger. Das liegt nicht daran, dass wir in der VU zu wenige kompetente Frauen hätten oder wir es nicht hoch genug wertschätzen würden, wenn sie für unsere Partei kandidieren. Das liegt wohl eher daran, dass sich Frauen oft selbst zu wenig zutrauen oder durch ihre Lebensumstände schlichtweg keine Zeit haben, sich politisch zu engagieren.

Thomas Lageder, FL

Es ist eigentlich nicht schwierig, geeignete Frauen zu finden. Hingegen ist es sehr schwierig, diese Frauen dann davon zu überzeugen, dass sie sich für eine Kandidatur zur Verfügung stellen. Frauen überlegen es sich im Vergleich mit ähnlich qualifizierten Männern wesentlich genauer, ob sie sich für eine Kandidatur zur Verfügung stellen. Das hat sicher zum einen damit zu tun, dass ihre Wahlchancen geringer sind, aber zum anderen auch damit, dass sie häufig stärker in Betreuungsarbeiten (Kinder, ältere Verwandte) involviert sind. Schliesslich kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass sich Frauen in der Regel leider weniger zutrauen.

Harry Quaderer, DU

Es ist unabhängig vom Geschlecht schwierig Personen zu finden, welche sich politisch engagieren wollen.    


2. Ist es zutreffend, dass Sie Frauen ungeachtet ihrer Eignung für ein politisches Amt aufstellen, weil Sie Mühe haben, überhaupt Kandidatinnen zu finden?

Thomas Banzer, FBP

Nein, sämtliche von uns angefragten Frauen (und auch Männer) sind in unseren Augen für das jeweilige Mandat bestens geeignet.    

Günther Fritz, VU

Schauen Sie sich noch einmal die Liste der von der VU bei den Landtagswahlen aufgestellten Frauen an, dann stellen Sie diese Frage nicht mehr.    

Thomas Lageder, FL

Nein. Im Rekrutierungsprozess versuchen wir potentielle Kandidatinnen ehrlich aufzuklären, was ein Mandat an Aufwand, Verantwortung und Öffentlichkeitsfokus mit sich bringt. Auch versuchen wir mit den Kandidaten die Erfolgschancen und Risiken zu besprechen. Wenn jemand unserer Meinung nach nicht geeignet ist für ein Mandat, dann sprechen wir das offen an und raten eher von einer Kandidatur ab. Wir wollen nicht, dass jemand, egal ob Frau oder Mann, durch eine Kandidatur belastet wird. Das ist zwar nicht häufig, kann aber vorkommen. Klar ist auch, dass wir Personen, die sich mit dem Programm der Freien Liste nicht identifizieren, nicht portieren.

Harry Quaderer, DU

Nein, wir stellen nur geeignete Personen auf.    


3. Was sind Ihre Kriterien bei der Auswahl von Kandidatinnen und Kandidaten?

Thomas Banzer, FBP

In erster Linie ist es uns wichtig, dass diese sich unserer Partei zugehörig fühlen und sich mit unserem Kurzprofil identifizieren. Ungeachtet dessen, ist es nicht die Aufgabe der Parteien zu entscheiden, wer die Bevölkerung im Landtag vertritt und wer nicht. Die Zusammensetzung der Volksvertretung entscheidet alleine die Wahlbevölkerung mir ihrer Stimme. Unsere Wahlliste ist unser Angebot.  

Günther Fritz, VU

Ein Landtagsmandat ist eine verantwortungsvolle und zeitintensive Aufgabe. Es braucht ausgezeichnete fachliche Qualifikationen und hohe Sozialkompetenzen. Die VU-Ortsgruppen, die federführend die Suche nach Kandidatinnen und Kandidaten übernehmen, sind sich dessen bewusst und fragen Personen an, welche die Voraussetzungen für ein Mandat mitbringen.

Thomas Lageder, FL

Die Personen müssen unabhängig vom Geschlecht die Werte der Freien Liste mittragen, sich einbringen wollen und auch die Möglichkeit haben genügend zeitliche Ressourcen frei zu machen.    

Harry Quaderer, DU

Unabhängiges Denken, gesunder Menschenverstand und Zivilcourage. 


4. Lehnen Sie Kandidatinnen und Kandidaten ab, und wenn ja, nach welchen Kriterien?

Thomas Banzer, FBP

Es kommt praktisch nie vor, dass jemand von sich aus für eine Kandidatur bei uns anfragt. Wenn das dennoch so ist, sprechen wir mit diesen Personen. Vor allem ist es uns als breit aufgestellte Volkspartei wichtig, dass Personen zu unseren grundlegenden Werten und Positionen stehen (siehe auch Antwort auf Frage 3).    

Günther Fritz, VU

Der Landtag ist unsere Volksvertretung, das heisst, dass alle das Recht haben sollten, zu kandidieren. Gesetzt den Fall, es würde sich eine Person, die wir für ungeeignet halten, selber für eine Kandidatur vorschlagen, dann würden wir das Gespräch suchen und sie offen auf die hohen Anforderungen eines Landtagsmandats hinweisen.    

Thomas Lageder, FL

Wie bereits ausgeführt, portieren wir keine Personen, die unsere Werte nicht mittragen. Auch raten wir Personen eher ab, wenn wir befürchten, dass sie persönlich durch eine Kandidatur Schaden nehmen oder wir befürchten, dass sie der Aufgabe nicht gewachsen sind. Es ist schwierig, dies an harten

Kriterien fest zu machen und auch kommt das eher selten vor. Häufiger ist der Fall, dass sich die Personen in Gesprächen selbst bewusst werden, dass eine Kandidatur eher nichts für sie ist.

  

Harry Quaderer, DU

Nicht, wenn Kriterien gemäss Frage 3 erfüllt sind.    


5. Was unternehmen Sie konkret, um geeignete Kandidatinnen (Frauen) für Ihre Partei zu rekrutieren?

Thomas Banzer, FBP

Unsere Sektion «Frauen in der FBP» veranstaltet verschiedene Anlässe durch das Jahr hindurch und versucht so, interessierte Frauen – und auch Männer – anzusprechen. Mittelfristig geht es dabei um den Aufbau eines Netzwerks.

 

Konkret auf die Wahlen bezogen haben wir rund ein Jahr vor den Wahlen begonnen entsprechende Anfragen (vor allem via Ortsgruppen) zu starten und Gespräche zu führen. Leider stellen wir fest, dass Frauen weitaus häufiger absagen als Männer.

 

Das erreichte Resultat zeigt uns deutlich, dass allein innerparteiliche Massnahmen und Diskussionen (welche in der FBP in den verschiedenen Ebenen und Gremien bereits geführt werden) nicht genügen um etwas an der Situation zu verändern. Hier ist eine überparteiliche Diskussion notwendig und bei entsprechenden Vorschlägen und Ideen sind wir als Partei offen und gesprächsbereit für einen Austausch.   

Günther Fritz, VU

Bei der VU engagieren sich Frauen in allen wichtigen Gremien. Wir achten bei der Besetzung sehr darauf, dass beide Geschlechter vertreten sind und die Frauen auch öffentlich sichtbar werden. Auch die Ortsgruppen engagieren sich bei der Suche nach Kandidatinnen sehr. Zudem arbeitet die Frauenunion stetig daran, Frauen für politische Mandate zu begeistern, und bietet Interessierten entsprechende Unterstützung an.

Thomas Lageder, FL

Wir halten die ganze Zeit unsere Augen und Ohren offen und machen uns Notizen, welche Personen angefragt werden könnten. Auch versuchen wir Frauen in unsere Gremien zu holen oder in einer Kommission zu platzieren. Zudem versuchen wir Frauen über Sachthemen für politische Arbeit zu begeistern.    

  

Harry Quaderer, DU

Wir gehen bei Frauen und Männern genau gleich vor, wir fragen die Personen direkt und suchen auch über‘s hoi du politisch interessierte Personen. Auch über  Inserate in den Landeszeitungen haben wir schon Personen für ein politisches Amt gesucht. 


6. Welche Massnahmen würden Ihre Partei dabei unterstützen, geeignete Kandidatinnen (Frauen) zu einer Kandidatur zu bewegen?    

Thomas Banzer, FBP

Wie in Frage 5 bereits erwähnt, ist eine überparteiliche Herangehensweise sinnvoll. Wenn Ideen zu einer besseren Förderung aus einer überparteilichen Gruppierung, Veranstaltung, usw. hervorgehen, sind wir sehr gerne zu einem offenen Dialog bereit.

 

Obwohl es sich nicht um eine konkrete Massnahme handelt, ist es uns ein Anliegen hier anzubringen, dass es den Parteien bei der Rekrutierung sehr helfen würde, wenn interessierte Personen – hier sind Frauen wie Männer angesprochen – bei Interesse zu einer Kandidatur oder für ein Amt, dieses Interesse direkt bei den Parteien (Landespartei und/oder Ortsgruppe) deponieren, also selbst aktiv werden. Da man sich naturgemäss immer in denselben Kreisen nach möglichen Personen umsieht, wäre ein Hinweis also nicht verkehrt.

 

Die Zusage bei entsprechenden Anfragen von Parteien wäre zudem wesentlich. Denn am Ende können nur Personen – hier sind wiederum Frauen wie Männer gemeint – gewählt werden, die auf einer Liste stehen, folglich bei einer Anfrage mit «Ja» geantwortet haben (siehe auch Antwort auf Frage 1).

 

Auch der Besuch von Parteiveranstaltungen, auf Gemeinde- und/oder Landesebene ist hilfreich, seinen Namen ins Spiel zu bringen bzw. die entsprechenden Kontakte zu knüpfen.

Günther Fritz, VU

Sie meinen eine Geschlechterquote? Das Thema wird zurzeit auch innerhalb der VU kontrovers diskutiert. Ich bin gespannt, welche Vorschläge vom neu gegründeten Verein eingebracht werden.

Thomas Lageder, FL

Grundsätzlich wird die Freie Liste jede Massnahme, die Frauen vermehrt dazu bewegen könnte, in den politischen Prozess einzusteigen und vor allem auch gewählt zu werden, unterstützen. Die Freie Liste arbeitet seit 30 Jahren daran, die gelebte Partizipation in Entscheidungsgremien von Frauen zu verbessern. Die Freie Liste hat das auch in der letzten Legislatur erneut mit einem Postulat zu Geschlechterquoten in der Landesverwaltung und staatlichen Gremien bewiesen. Leider scheiterte die Überweisung am Widerstand bzw. an der Einsicht der anderen Parteien.

 

Vor allem gilt es in den nächsten Jahren an der Veränderung der immer noch traditionellen Rollenmuster zu arbeiten, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu verbessern, die doppelte Staatsbürgerschaft und das

Auslandsliechtensteiner-Wahlrecht einzuführen. Zudem sollten die Arbeitsbedingungen der Abgeordneten mittels eines Unterbaus und einer besseren Altersvorsorge attraktiver gestaltet werden. Letztlich scheint nur die Einführung einer Quote die Situation innerhalb eines vertretbaren Zeitraums

zu verbessern, denn Chancengleichheit ist zwar auf dem Papier gegeben, nicht aber in der Realität. Im jetzigen System müssten Männer im grossen Stil von den Wahllisten gestrichen werden, damit Frauen eine Chance haben.

Das Problem ist aber bei weitem nicht auf die Politik beschränkt, sondern manifestiert sich in sehr vielen Bereichen des öffentlichen Lebens und der Wirtschaft. Auch dort muss gehandelt werden.

Harry Quaderer, DU

Eine Quote in welcher Form auch immer werden wir nicht unterstützen! Frauen sind bei uns immer  sehr willkommen.  An dieser Stelle möchten wir von Eurem Verein gerne noch  wissen, wie ihr «geeignete» Kandidatinnen definiert? Vielleicht können wir daraus was lernen.    



15. März 2017 – Interview mit FL1 TV